Hallo zusammen,
was für ein Wochenende. Während am Freitag wieder schöne, fast frühlingshafte Temperaturen hier in Cambridgeshire herrschten, waren der gestrige Samstag und der heutig Sonntag so typisch englisch: Regen!
Naja, gestern war erstmal Weihnachtsshopping angesagt - und wo macht der Jensen das in letzter Zeit immer? Richtig, in Bedford. Inzwischen bin ich dazu übergegangen (fast) alle Einkäufe in Bedford zu erledigen, weil dort vieles billiger ist, als hier in der Nähe von Cambridge (wobei es in Cambridge selbst natürlich am teuersten ist). In Bedford war für gestern auch der traditionelle "Victorian Christmas Market" angesetzt. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut und war umso enttäuschter, dass er buchstäblich ins Wasser bzw den Regen gefallen ist. Dennoch hatte ich aber Glück und konnte schöne Weihnachtsgeschenke für die Familie kaufen.
Aber auch Richard Land, der liebe Ehemann einer ganz lieben Kollegin (die beiden sind inzwischen schon eine Art Ersatzfamilie für mich), hat mich am Wochenende verführen können...Nein, nicht was ihr jetzt vielleicht denkt. Er hat mir ein Buch aus der Reihe "Horrible Histories" mitgebracht (über die Angelsachsen natürlich *g*) und ich habe es am selben (Freitag)Abend noch durchgelesen und am Samstag in Bedford mir gleich mehrere aus der Reihe gekauft. Leute, wenn ihr gut Englisch könnt und mit der (britischen) Geschichte etwas vertraut seid, besorgt euch eines der Bücher aus irgendeiner der verfügbaren Zeitperioden und lacht euch schief. Es sind so viele wahre Fakten so komisch verpackt worden, dass man beim Lachen noch was lernt (Beispiel: William the Conqueror [bei der ersten Nennung], dann später mal Bill Conq oder Billy and so on...).
Heute war dann das jährliche Weihnachtskonzert der Rotary Club, zu dem mich ein guter Freund und Kollege eingeladen hat. Von 19 bis 22 Uhr sangen wir Christmas Carols und, zu meiner persönlichen Freude, auch "Rule Britannia" und "God save the Queen". Ein unglaublich schöner Abend, für den ich John und seiner Frau überaus dankbar bin.
So, dann auf in die letzte volle Woche, denn am 19.12. ist um 11 Uhr das Schuljahr für 2007 zu Ende - und dann geht's wieder nach Deutschland.
Aber nächstes WE geht's erstmal nach London...Mehr dazu dann nach meiner Rückkehr von dort.
Grüße an euch alle und eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht euch
Euer Jens
Sonntag, 9. Dezember 2007
Freitag, 23. November 2007
Vorweihnachtszeit
Hallo zusammen, zwar habe ich noch immer kein Internet zu Hause (dank der Inkompetents von Virgin Media), aber ich habe tatsächlich mal etwas Zeit in der Schule, um wieder etwas neues zu schreiben.
Am vergangenen Wochenende habe ich mit einer Kollegin aus der Schule die Stadt Bedford besucht. Da sie dort geboren wurde und auch dort aufgewachsen ist, konnte sie mir viele interessante Dinge über die Stadt erzählen. Allerdings war der eigentliche Zweck des Besuchs ein anderer: das Museum der Stadt Bedford hat zusammen mit dem Britischen Museum eine Ausstellung zu den Angelsachsen dieser Region gemacht. Die Ausstellung war zwar recht klein, aber sehr interessant und mit vielen schönen Exponaten versehen. (Bilder folgen).
Nach einem kurzen Einkaufsbummel und einem Kaffee in der großen Hauptkirche am Marktplatz, ging es dann wieder zurück nach St Ives, denn am Nachmittag war, wie jeden Samstag, Einkaufsschlacht bei Tesco in Huntingdon angesagt. Also, da kann man über uns Deutsche sagen was man will, aber schon allein unser Sinn für Ordnung und Regelmäßigkeit hilft uns, dass wir uns besser organisieren können. Hier ist das Einkaufen das reinste Chaos. Schmale Gänge, massenhaft Leute und jeder rennt kreuz und quer mit seinem Wagen durch die Gegend, ohne Rücksicht auf Verluste und völlig ohne Orientierung, geschweige denn einem Plan. Aber nach 1 ½ Stunden ist es ja meinst überstanden – mein Blutdruck ist unter der Decke – und man ist wieder für mindestens eine Woche eingedeckt (besonders mit leckerem deutschen Essen, dass es hier sehr gut zu kaufen gibt!).
Inzwischen werden auch schon die Supermärkte, aber auch die Innenstädte weihnachtlich dekoriert, denn am kommenden Wochenende sind in (fast) allen englischen Städten die Feiern zum Entzünden der Weihnachtslichter (ich hoffe nur, dass sie das hier nicht wörtlich nehmen und das Zeug in Brand stecken *g*). Mal sehen, ob ich mir das hier in St Ives oder drüben in Cambridge ansehe – wird aber wohl spontan entschieden.
Sonst ist im Moment hier in der Schule die Phase der Prüfungen angebrochen. Die mock-exams, module examinations und andere Prüfungen führen zu jeder Menge Stundenausfall, aber hin und wieder ist das auch mal nicht schlecht. Ich kann mich zwar über meine Schüler nicht beklagen, aber manchmal sind sie zu enthusiastisch und können dann auch mal nerven – aber sonst sind sie (fast) alle große Klasse (auch wenn sie nicht viel Deutsch können – aber da sind meine Abiturienten unheimlich gut!).
So, nun muss ich gleich wieder zum Unterricht und sende euch hiermit liebe Grüße aus dem inzwischen herbstlichen Cambridgeshire (obwohl es mit 10 Grad recht kühl ist, haben wir noch ziemlich oft Sonnenschein!)...
Euer Jens
Am vergangenen Wochenende habe ich mit einer Kollegin aus der Schule die Stadt Bedford besucht. Da sie dort geboren wurde und auch dort aufgewachsen ist, konnte sie mir viele interessante Dinge über die Stadt erzählen. Allerdings war der eigentliche Zweck des Besuchs ein anderer: das Museum der Stadt Bedford hat zusammen mit dem Britischen Museum eine Ausstellung zu den Angelsachsen dieser Region gemacht. Die Ausstellung war zwar recht klein, aber sehr interessant und mit vielen schönen Exponaten versehen. (Bilder folgen).
Nach einem kurzen Einkaufsbummel und einem Kaffee in der großen Hauptkirche am Marktplatz, ging es dann wieder zurück nach St Ives, denn am Nachmittag war, wie jeden Samstag, Einkaufsschlacht bei Tesco in Huntingdon angesagt. Also, da kann man über uns Deutsche sagen was man will, aber schon allein unser Sinn für Ordnung und Regelmäßigkeit hilft uns, dass wir uns besser organisieren können. Hier ist das Einkaufen das reinste Chaos. Schmale Gänge, massenhaft Leute und jeder rennt kreuz und quer mit seinem Wagen durch die Gegend, ohne Rücksicht auf Verluste und völlig ohne Orientierung, geschweige denn einem Plan. Aber nach 1 ½ Stunden ist es ja meinst überstanden – mein Blutdruck ist unter der Decke – und man ist wieder für mindestens eine Woche eingedeckt (besonders mit leckerem deutschen Essen, dass es hier sehr gut zu kaufen gibt!).
Inzwischen werden auch schon die Supermärkte, aber auch die Innenstädte weihnachtlich dekoriert, denn am kommenden Wochenende sind in (fast) allen englischen Städten die Feiern zum Entzünden der Weihnachtslichter (ich hoffe nur, dass sie das hier nicht wörtlich nehmen und das Zeug in Brand stecken *g*). Mal sehen, ob ich mir das hier in St Ives oder drüben in Cambridge ansehe – wird aber wohl spontan entschieden.
Sonst ist im Moment hier in der Schule die Phase der Prüfungen angebrochen. Die mock-exams, module examinations und andere Prüfungen führen zu jeder Menge Stundenausfall, aber hin und wieder ist das auch mal nicht schlecht. Ich kann mich zwar über meine Schüler nicht beklagen, aber manchmal sind sie zu enthusiastisch und können dann auch mal nerven – aber sonst sind sie (fast) alle große Klasse (auch wenn sie nicht viel Deutsch können – aber da sind meine Abiturienten unheimlich gut!).
So, nun muss ich gleich wieder zum Unterricht und sende euch hiermit liebe Grüße aus dem inzwischen herbstlichen Cambridgeshire (obwohl es mit 10 Grad recht kühl ist, haben wir noch ziemlich oft Sonnenschein!)...
Euer Jens
Dienstag, 23. Oktober 2007
Endlich eingelebt
Hallo zusammen,
auch wenn es recht lange gedauert hat, so soll doch nun so langsam mal wieder etwas neues hier geschrieben werden.
Nachdem ich nun 4 Wochen Zeit hatte, habe ich mich inzwischen schon ganz gut eingelebt. Besonders die erste Woche war ganz toll, da meine Abteilungschefin mir viel in der Gegend gezeigt hat. Es ist hier echt toll - allerdings ist die Gegend flach wie ein Brett. Man kann von einem hohen Haus meilenweit über Cambridgeshire schauen.
Meine ersten Erlebnisse in der englischen Welt sammelte ich in St Ives (wo ich nun auch wohne - eine kleine Stadt mit nicht ganz 20.000 Einwohnern), Cambridge, Huntingdon, Ely und London.
Die Menschen hier sind echt nett und helfen wo sie nur können. Besonders meine Kollegen Camilla, Pauline und Mary sind da sehr hervor zu heben. Sie sind alle so liebenswürdig und wenn man beim gemeinsamen Abendessen sitzt, gibt es immer was zu lachen?
Besonders schön waren aber auch die ersten Treffen der Assistenten in London (für alle Assistenten in GB) und in meiner "Heimatgrafschaft" Cambridgeshire.
Für das Treffen der Cambridgeshire-Assistenten lässt sich das County Council echt was einfallen, z.B. war unser erstes Treffen mit Tee und einem bombastischen Abendessen in einem alten englischen Herrenhaus, mit Park, Fluss und allem, was dazu gehört.
Das schöne ist echt, dass man bei uns (an der Schule) für fast nix bezahlen muss. Ich werde mit allen Materialen ausgestattet, darf kostenlos mit auf Ausflüge (und trage dabei nicht mal Verantwortung) und kann einige Kurse, z.B. an der Cambridge University, völlig kostenlos machen, die andere bezahlen müssen.
Wie dem auch sei. Es hat sich inzwischen schon ein Alltag eingestellt, der aber recht abwechslungsreich und selten langweilig ist. Mal sehen, ob es die nächten sieben Monate so bleiben wird.
Nun zeige ich euch noch ein paar Bilder aus meiner Gegend - meist aus Dörfern, hier in der Gegend (aber es sieht fast überall so aus, wie auf den Bildern).
Grüße aus dem noch immer sonnigen und fast 20°C warmen Cambridgeshire sendet euch euer
Jens
P.S.: So schlecht wie sein Ruf ist das englische Essen nicht. Es ist "anders", aber nicht unbedingt schlechter als unseres...
Samstag, 22. September 2007
Der Abend vor dem Abflug
So, hier ist es nun: das Blog zu meinem Aufenthalt in England.
Hier wird nun in (regelmäßigen) Abständen einiges eingestellt, was ich so in England erlebt haben werde.
Heute war erstmal Check-In angesagt. Zwar fünf Kilo "Übergewicht" (naja, so schlimm ist es bei mir persönlich ja noch nicht ;-) ) aber was will man machen...Es muss für so einen langen Aufenthalt eben einiges mit.
Nun steht morgen nur noch die Sicherheitskontrolle an - und für den Flug soll ich ja klaren Himmel und Sonnenschein bekommen. Warten wir's einfach mal ab.
Erstmal wieder liebe Grüße an alle daheim gebliebenen. Wenn es euch interessiert, was hier so geht, dann kommentiert einfach drauf los, schreibt mir 'ne Mail oder lest einfach nach.
Euer Jensen
Hier wird nun in (regelmäßigen) Abständen einiges eingestellt, was ich so in England erlebt haben werde.
Heute war erstmal Check-In angesagt. Zwar fünf Kilo "Übergewicht" (naja, so schlimm ist es bei mir persönlich ja noch nicht ;-) ) aber was will man machen...Es muss für so einen langen Aufenthalt eben einiges mit.
Nun steht morgen nur noch die Sicherheitskontrolle an - und für den Flug soll ich ja klaren Himmel und Sonnenschein bekommen. Warten wir's einfach mal ab.
Erstmal wieder liebe Grüße an alle daheim gebliebenen. Wenn es euch interessiert, was hier so geht, dann kommentiert einfach drauf los, schreibt mir 'ne Mail oder lest einfach nach.
Euer Jensen
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